Dienstag, 9. Dezember 2014

Futter°Station

wenn's draußen unwirtlich wird und selbst wir lieber drinnen bleiben, holen wir uns die natur näher ans fenster.


eine praktikable upcycling-futterstation ist schnell gemacht:
den boden von einer 1,5 l petflasche als futterschale abschneiden und löcher für die befestigung bohren (geht gut mit einer heißen dicken nadel). eine 0,5 l petflasche in bodennähe durchschneiden und die beiden teile wieder ineinanderstecken. durch die überlappenden teile zwei gegenüberliegende löcher stechen, sodass ein schaschlikspieß (ohne spitze!) oder ähnliches mittig durch die flasche passt und den ehemaligen boden am flaschenteil festhält.
schale und flaschenbehälter nun so in fensternähe montieren, dass die flaschenöffnung knapp unterhalb des schalenrandes endet, wenn möglich sollte die futterstation überdacht sein. den oberen teil der flasche (also den ehemaligen boden) abnehmen und die flasche mit sonnenblumenkernen, erdnüssen... füllen, wieder mithilfe des holzstäbchens verschließen. die kerne rieseln nun solange in die futterschale, bis sie an der flaschenöffnung anstehen, und rieseln nach, wenn sich die futterschale leert - und das tut sie schneller, als man denkt.


um die mittagszeit herrscht hochbetrieb an der futterstation und an den apfelringen. die kohlmeisen verhalten sich untereinander recht zivilisiert. fast hat es den anschein, sie stellen sich nach einer abgesprochenen ordnung an. die blaumeise hat's da schwer, traut sich aber doch auch immer wieder dazu und verteidigt wacker die paar körnchen, bevor sie wieder in richtung wald verschwindet.
mittlerweile hat sich auch die ein oder andere amsel eingefunden und pickt vom boden die fallengelassenen körner auf. selbst die fasanendame stolziert immer wieder einmal vorbei. den fasanen dürfte es um diese jahreszeit in unserem garten gefallen, sie kommen jedes jahr im spätherbst aus dem wald in den rosengarten und bleiben oft sogar bis zum frühjahr zum brüten.
nur das rotkehlchen haben wir noch nicht gesichtet. ich bin gespannt, wer sich im laufe des winters noch so einfinden wird. ob die eichhörnchen sich näher ans haus rantrauen, wenn wir mehr nüsse hinlegen?



viel spaß beim vogelbeobachten (und beim ausreizen der kameramöglichkeiten bei schlechten lichtverhältnissen - gar nicht so leicht ohne teures objektiv einen vogel im flug zu erwischen)!

Kommentare:

  1. Oh diese hübschen, virtuosen Flügelschläge! Und die sympathischen Knopfaugen!
    Auf der Lauer liegen mit der Kamera - eine wunderbar spannend-entspannende Tätigkeit...

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  2. herrliche aufnahmen sind das, liebe dania..., sowas kann ich ja gar nicht und freue mich hier die vögelchen auch von nahem zu sehen... liebe grüße ghislana

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  3. Nur aufpassen beim Lüften, ist meine Erfahrung! Erst erfreuen sie sich am Futter und dann wollen sie es auch ein bischen warm haben...
    Schöne Aufnahmen hast Du gemacht.
    Herzlichen Gruß!

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  4. Uiiih das ist ja eine Idee mit der Flasche..... Und die Apfelscheiben.... muss ich probieren.
    Wie bekommt man denn den schönen Rand der Futterschale hin? Irgendwie mit Wärme... mit dem Fön? Ob man Löcher für Sitzstangen machen könnte? Mit dem Lötkolben?
    Die Bilder - eine Wucht! Toll!
    LG
    Ute aus dem Ostallgäu

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    1. liebe ute,
      am rand bin ich ganz vorsichtig mit dem feuerzeug entlanggegangen. die schrauben halte ich immer ins feuer, dann schmelzen sie sich ganz von selbst durchs plastik. wenn man sie dabei hin und her bewegt, werden die löcher größer - sitzstangen wären also sicherlich kein problem.
      lieben gruß
      dania

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  5. toll! hab die fotos schon auf instagram bestaunt. echt niedlich die kleinen vögelchen zu beobachten - obwohl ich eigentlich nur die fotos betrachte, denke ich fast, ich seh sie vor mir flattern!

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  6. Wunderschön hast du eure Besucher eingefangen!

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der wald ist voller worte - ich freu mich über deine.