Samstag, 28. November 2015

Adventvorbereitungen


Die Weihnachtswerkstatt und Bastelstube ist eröffnet.
Neben gesammelten Stöcken und Schnitzmesser kommen heuer Strohhalme und Baumwollgarn, Silberdraht und Glasperlenreste, Schurwolle und Strohhalme sowie Hanfschnur zum Einsatz.


Immer wieder werde ich gefragt wie und womit ich meine Löffel schnitze.
Als Holz verwende ich dickere, im Wald gefundene Äste von Linde, Hasel, Erle, Ahorn, Pappel oder Birke. Die Stöcke Säge ich in löffellange Stücke und teile sie mit einer kleinen Spaltaxt der Länge nach in zwei Hälften.
Dann begradige ich die flache Seite mit dem Messer und zeichne mir grob die Löffelform an.
Nun kommt entweder ein Kerbschnitzwerkzeug (nicht auf dem Bild) oder das Hookknife zum Einsatz, um den Löffel grob auszuhöhlen. Danach schnitze ich alles, was nicht zum Löffel gehört, mit dem Messer weg. Erst ganz grob, dann immer näher an die gedachte Form des Löffels heran.
Den Rest erledigt dann Schleifpapier.
Das Messer, das ich verwende, ist ein Mora Outdoormesser. Ich besitze es mittlerweile seit drei Jahren und es leistet mir gute Dienste.

Wichtig beim Schnitzen ist, immer vom Körper, also auch von der haltenden Hand wegzuschnitzen, auch mit dem Hookknife.


Mit etwas Übung kommen dann Löffel wie diese zustande: Lindenblütenschöpfer, Haselnusscremelöffler und Birkensalzdosierer.


Der kleine Birkenlöffel brauchte mehrere Anläufe, da der Sturmbruchast innen an vielen Stellen ganz weich und schwammig war.

Und die Utensilien vom ersten Bild? - Weihnachtsbaumschmuck:


Daraus haben wir einfache Strohsterne gebunden - ohne Plastikhilfsmittel (ich war ganz überrascht, was da mittlerweile alles angeboten wird, das man im Grunde genommen gar nicht braucht) und auch ohne Wässern und Bügeln.
Aus den Glasperlen in verschiedenen Größen und dem Silberdraht haben wir Eiszapfen gemacht, in dem wir einige kleine Perlen bis zur Mitte eines längeren Stück Drahtes gefädelt haben, das längere Drahtende um die unterste Perle herum und durch die anderen wieder zurückgeführt haben. Nun wird auf jeweils beide Drahtenden gefädelt, zuerst kleinere, dann immer größere Perlen, bis der Eiszapfen die gewünschte Länge hat. Die beiden Perlendrähte werden nun spiralförmig ineinander verdreht. Zum Schluss kommt eine große Perle oben über beide Drähte, die Drahtenden miteinander verdrehen und zur Schlaufe biegen, unterhalb der obersten Perle einmal rumdrehen und verstecken.
Aus der Schurwolle haben wir kleine Pompons auf der Gabel gemacht und sie abwechselnd mit Strohhalmen auf eine Hanfschnur gefädelt.
So holen wir uns Schnee und Eis dieses Jahr nach drinnen auf den Christbaum, aber auch auf und in diverse Päckchen.


Ich wünsche euch ein wunderbares erstes Adventwochenende!


Kommentare:

  1. Hinreißend schön..., besonders die Löffel ;-) Habt eine gute Adventszeit. Liebe Grüße Ghislana

    AntwortenLöschen
  2. wie die schwammerl sprießen sie bei dir, die löffel.
    das schnitzen macht irgendwie richtiggehend süchtig, nicht?
    habt auch ein schönes erstes adventwochenende!
    mit soviel wald und sonstiger natur in den vier wänden kann es das ja nur werden.

    AntwortenLöschen

der wald ist voller worte - ich freu mich über deine.